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Osteopathie-Praxis
Jan H. Schaa
Reinhild Noack

Pflanzenheilkunde

ArnikaDie Phytotherapie oder Pflanzenheilkunde ist mit Sicherheit eine der ältesten Methoden der Medizin. Seit Urzeiten bedient sich der Mensch der Heilkräfte welche im Pflanzenreich wirksam sind.

In der Tradition dieser alten Heilkunde werden die Pflanzen als Träger “geistiger” oder “imponderabler” Kräfte gesehen. Die Heilwirkung der Pflanzen beruhte also immer auf dem was geistig in der Pflanze lebt.

Die moderne oder “rationale” Phytotherapie untersucht die physischen Inhaltsstoffe der Pflanze in ihrer Wirkung auf die menschliche Physiologie und versucht das wirksame Agens zu identifizieren und nach Möglichkeit rein und konzentriert dazustellen.

Eine naturheilkundliche Phythotherapie berücksichtigt meiner Meinung nach beide Aspekte: die “imponderablen” Kräfte finden ihren Ausdruck in Stoffen, welche mit der chemischen Analyse in ihrer materiellen Ausgestaltung nachweisbar sind.
Weder der Geist noch der Stoff alleine heilt, sonder das Ineinanderwirken beider in der Pflanze.

(c) Jan Schaa 2001Die häufigste Anwendung der Heilpflanzen ist die der Teerezeptur (lat.: Infus). Die getrockneten Kräuter (Drogen) werden mit siedendem Wasser übergossen und einige Zeit ziehen gelassen. Hierbei werden die wasserlöslichen Stoffe freigesetzt. Auch Auszüge in Alkohol (Tinkturen), Öl oder sogar Milch kommen zum Einsatz.

Die Phytotherapie ist eine individuelle Therapie welche sich die verschiedenen Wirkprinzipien der einzelnen Pflanzen zu nutze macht - einige Beispiele mögen dies Illustrieren:

Manche der Kräuter enthalten Bitterstoffe welche über nervale Reize auf das autonome Nervensystem wirken;
Schleimstoffe wirken schützend oder Heilungsfördernd auf Schleimhäute, Erleichtern den Stofftransport, Puffern Magensäure,
Mineralstoffe und Vitalstoffe liegen in vielen Pflanzen in optimalen Kombinationen und Mengen vor und haben so mangelausgleichende und vitalisierende Wirkung;
Keimwachstum hemmende Stoffe wirken bei Infektionen und Fehlbesiedlungen.

In der Hand des erfahrenen Therapeuten sind diese Heilkräuterrezepte eine überaus wirksame Medikation welche den Vergleich mit der allopathischen oder schulmedizinischen Behandlung nicht zu scheuen braucht.

Voraussetzung ist eine sorgfältige und individuelle Rezeptierung für den speziellen Fall! Abhängig von der Konstitution, dem Alter, Geschlecht, Herkunft und Krankheitsgeschichte des Patienten wählt der Therapeut die Kombination an Heilpflanzen und Darreichungsformen welche in diesem Falle angemessen erscheint.
Trotz der guten Wirksamkeit ist die Phytotherapie vergleichsweise ungefährlich, dennoch sollte die Medikation auch mit den sogenannten Hausmitteln nicht über längere Zeit ohne Beratung durch einen Heilpraktiker oder Arzt vorgenommen werden. Vorallem Kombinationen verschiedener Heilkräuter sind nicht in jedem Falle unbedenklich.

Anwendungsbeispiele* für eine phytotherapeutische Behandlung:

  • Chronische Verdauungsbeschwerden
  • Magenschmerzen und Erkrankungen des Magens*
  • Erkrankungen der Leber
  • Gallenproblematiken
  • Blasenentzündung
  • Nierenerkrankungen
  • Lungenleiden (Asthma, Krupp, chronische Bronchitis)
  • Allergien, Heuschnupfen
  • Allgemeine Immunstimulation
  • chonische Müdigkeit
  • Lymphatische Stauungen
  • schlecht heilende Wunden

    * nicht bei Geschwüren und Tumoren

Ich mache ausdrücklich darauf Aufmerksam, daß es sich bei einigen auf dieser Site erwähnten Verfahren / Indikationen um ein in Deutschland nicht schulmedizinisch / schulwissenschaftlich anerkanntes Verfahren handelt und die Wirksamkeit in Deutschland schulmedizinisch / schulwissenschaftlich nicht anerkannt ist und nicht zugesichert wird.
 


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