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Osteopathie-Praxis
Jan H. Schaa
Reinhild Noack

Heilerde-Anwendung

Die medizinische Anwendung von Heilenden-Erden geht vorallem auf die Erfahrungsheilkunde und die Laienmedizin des 19. Jahrhunderts zurück. Als Packungen, Bäder oder Fango und in der innerlichen Anwendung haben diese Erden viele Indikationen in der Medizin gefunden.

Wir verwenden für die äusserliche Anwendung das original Bad Boller Jura Fango. Dieser Posidonienschiefer ist ein 170 Millionen Jahre altes Gestein welches überwiegend aus mineralischen Stoffen besteht; die enthaltenen organischen Substanzen aus fossilen Inhaltsstoffen machen den Heilschlamm biologisch wertvoll.

Der Jurafango hat eine sehr hohe Wasserbindungsfähigkeit und dadurch sehr gute Wärme erhaltende Eigenschaften. Durch den relativ hohen Ölgehalt bleibt das Jurafango lange Zeit elastisch und in gutem Kontakt zur Haut.

Die äußerliche Anwendung von Heilerde erfolgt über Packungen und Auflagen, wobei das mit Wasser zu einem homogenen Brei verabeitete Pulver auf die Haut aufgelegt wird und für ca 20 - 30 Min. dort belassen wir. Beim Auftragen des kalt angerührten Heilerdebreis tritt anfangs eine Kühlung, danach eine reaktive Hyperämie (mehrdurchblutung) mit lokaler sowie allgemeiner Erwärmung ein.
Je nach medizinischer Indikation wird diese Auflage noch mit einem Wärmeträger versehen, der zu einer langsamen Erwärmung der Auflage auf der Haut führt (Ascend Effect).

Durch diese Wärmereaktion der Haut kommt es zu einem örtlichen und/oder reflektorischen Effekt der eine hyperämisierende (stoffwechslsteigernde), muskelentspannende und schmerzlindernde Wirkung hat. Reflektorische Organwirkungen machen die Anwendung auch bei inneren Erkrankungen hilfreich.

Die Eigenschaft von Heilerden, Flüssigkeiten und darin gelöste Giftstoffe (Wundsekrete, Bakterien, Giftstoffe u.a.) zu binden, bewirkt bei Hautaffektionen wie Ekzemen, Abszessen und Verbrennungen rasche Linderung. Die Anwendung als unterstützende Therapie bei Thrombophlebitis und Lymphangitis wird in der klinischen Literatur schon der zwanziger und dreißiger Jahre empfohlen.

In feuchter Anwendung ist Heilerde gut zur Behandlung akuter Zustände des rheumatischen Formenkreises (entzündliche und degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen, "Weichteilrheumatismus") sowie nach Traumen am Bewegungsapparat geeignet.

Von Bedeutung bei der Behandlung mit Heilerdeist es, daß sie als rein mineralischer Wirkstoff kein allergenes Potential besitzt.

Heilerdeanwendungen unterstützen und beschleunigen andere Naturheilkundlicher Verfahren insbesondere die der Osteopathie.
 

Anwendungsbeispiele für Heilerdeanwendungen:

  • Erkrankungen des “Rheumatischen Formkreises”
  • Hauterkrankungen
  • Gelenkserkrankungen
  • Wirbelsäulenerkrankungen,
  • Thrombophlebitis
  • Lymphangitis
  • Weichteilrheumatismus
  • Traumen und Unfallfolgen
  • Lymphatische Stauungen
  • Schlecht heilende Wunden
  • Ekzeme, Abszesse, Verbrennungen


     

Ich mache ausdrücklich darauf Aufmerksam, daß es sich bei einigen auf dieser Site erwähnten Verfahren / Indikationen um ein in Deutschland nicht schulmedizinisch / schulwissenschaftlich anerkanntes Verfahren handelt und die Wirksamkeit in Deutschland schulmedizinisch / schulwissenschaftlich nicht anerkannt ist und nicht zugesichert wird.
 

     

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