Ein informatives und leichtverständliches Buch über Osteopathie ist bei GU erschienen: Dr. Tempelhof: Osteopathie - Schmerzfrei durch sanfte
Berührungen
19,90 DM/145 öS/19,8 sFr ISBN 3-7742-5589-X
2. Auflage 2001 |
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Von welchen Krankenkassen werden die Kosten übernommen? Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Behandlung durch Heilpraktiker grundsätzlich nicht. Private Krankenkassen erstatten die Kosten in der Regel. Voraussetzung ist aber das die Übernahme von
Behandlungen durch Heilpraktiker im Versicherungsvertrag vereinbart ist. Fragen Sie bei Ihrem Versicherer nach. Beihilfekassen übernehmen meist nur einen prozentualen Anteil der Kosten für die Behandlung. Für gesetzlich Versicherte besteht die Möglichkeit zusätzlich eine Zusatzversicherung abzuschließen welche die Kosten der Behandlung durch Heilpraktiker übernimmt (Preis- / Leistungsvergleich lohnt sich).
Wir weisen ausdrücklich darauf hin, daß die Leistungsträger, d.h. Versicherungen und Beihilfestellen, die Kosten möglicherweise ganz oder teilweise nicht übernehmen. Können Sie osteopathische Behandlungen über ein gesetzliches Kassenrezept als Physiotherapie abrechnen?Nein, das machen wir nicht! Osteopathische Behandlung ist nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen
Krankenkassen enthalten - osteopathische Behandlungen sind somit eine Privatleistung und werden von mir als Heilpraktikerleistung berechnet. Wie viele Behandlungen werden nötig sein? Zur Anzahl der notwendigen Behandlungen läßt sich naturgemäß keine generelle Aussage machen. Probleme welche erst kurze Zeit bestehen und z.B. durch einen Sturz entstanden sind lassen sich
Erfahrungsgemäß schneller Beheben als schon lange bestehende chronische Probleme mit vielen Ursachen. Durchschnittlich gehe ich von 3-5 Behandlungen im Abstand von 1 - 2 Wochen aus; dann ist meistens gut abzuschätzen ob eine weitere Behandlung noch nötig ist, wie weiter vorgegangen werden sollte oder ob nicht alle Probleme mit osteopathischen Methoden alleine gelöst werden können. Chronisch-degenerative Erkrankungen zeigen oftmals einen günstigen Verlauf, wenn über längere Zeit in
Abstand von bis zu 4 Wochen regelmäßig Behandlungen stattfinden. Gibt es Nebenwirkungen und Kontraindikationen und Gegenanzeigen für osteopathische Behandlung?Osteopathische Behandlung ist in erster Linie zur Förderung und Wiederherstellung eingeschränkter oder behinderter Körperfunktionen geeignet, wenn der Körper eine Fähigkeit gänzlich verloren hat ist
osteopathische Behandlung nicht Ursächlich wirksam und kann nur unterstützend eingesetzt werden. Gegenanzeigen gegen Osteopathie gibt es grundsätzlich keine, allerdings können einzelne Techniken kontraindiziert sein, was aber nicht die osteopathische Behandlung ausschließt. Wie bei vielen naturheilkundlichen Verfahren ist es nicht vorrangiges Ziel der Osteopathie Krankheitssymptome zu bekämpfen sondern dem Organismus zu mehr Vitalität und Beweglichkeit zu
verhelfen. Es kann demnach im Zuge einer osteopathischen Behandlung durchaus zu sog. Erstverschlimmerungen kommen. Diese sind oftmals Teil des Gesundungsprozesses sollten aber von kurzer Dauer sein. Zur Behandlung von akut lebensbedrohlichen oder lebensbedrohlichen Krankheiten ist die Osteopathie nicht geeignet. Schließt Osteopathie die Anwendung anderer heilkundlicher Verfahren aus?
Osteopathische ist als eigenständiges medizinisches System sehr wohl in der Lage bei einer Vielzahl von Krankheitsbildern als alleinige Therapie zu bestehen. In vielen Fällen ist eine parallele Behandlung von schulmedizinischer Seite jedoch notwendig und auch wünschenswert. Wenn der Einsatz chirurgischer Maßnahmen notwendig ist, hat die osteopathische Behandlung vor und nach dem Eingriff oftmals einen guten Einfluß auf den Heilungserfolg.
Die gleichzeitige oder abwechselnde Behandlung mit anderen Naturheilkundlichen Verfahren wie Akupunktur, Homöopathie, Kräuterheilkunde u.ä. ist sehr gut möglich und in vielen Fällen sogar wünschenswert. Es sollte dann auf eine gute Abstimmung der einzelnen Therapien geachtet werden. Die Anwendung von Chiropraktik insbesondere im Bereich der Halswirbelsäule erscheint mir hingegen als problematisch und sollte unterlassen werden. Wie geht eine osteopathische Behandlung vonstatten?
Eine osteopathische Behandlung beginnt mit einer ausführlichen Anamnese, dies ist der Bericht des Patienten zu seinem Beschwerden ebenso wie eine genaue Befragung durch den Osteopathen. Eine möglichst genaue Beschreibung der Symptome und ihrer Lokalisation, ihres zeitliches Auftretens, Faktoren die zu ihrer Linderung oder Verschlechterung führen sind für den Diagnostiker wichtige Hinweise auch wenn sie zunächst ohne erkennbaren Zusammenhang erscheinen.
Für den Osteopathen ist es hierbei insbesondere interessant zu erfahren seit wann die Probleme bestehen, wodurch sie entstanden sind und ob zuvor andere Probleme bestanden haben. Im weiteren Verlauf wird der Osteopath eine genaue Untersuchung vornehmen: Hierbei wird er sich zunächst einmal ein Bild vom Gesammtzustand des Körpers machen, beginnend mit einer Haltungsanalyse die sowohl die statischen Gegebenheiten des Muskel-Skelettsystems als auch sichtbare organische Auffälligkeiten
berücksichtigt. Je nach Beschwerdebild wird diese beobachtende Untersuchung durch Bewegungstests ergänzt welche einen ersten Hinweis auf Mobilitätseinschränkungen geben. In weiteren Untersuchungen wird der Osteopath die Problembereiche durch Palpation, d.h. sanftes ertasten eingrenzen. Hierbei wird er gleichfalls versuchen zu erkennen ob sich verschiedene Einschränkungen auf eine gemeinsame, zugrundeliegende Störung beziehen.
Die Behandlung der gefundenen Problembereiche Erfolgt angemessen an die bestehenden Blockaden: - Einschränkungen im Muskel-Skelettsystem werden von mir meist mit “Muskel-Energie-Techniken” behandelt. Hierbei werden Positionen verwendet in welchen der Patient durch Druck gegen einen Wiederstand den der Therapeut gibt die Mobilisation selbst vornimmt. In bestimmten Fällen arbeite ich auch mit sanften Impulskorrekturen. Ebenso kommen
sanfte Release-techniken zu Einsatz welche es ermöglichen verkrampfte Muskeln zu lockern und überreizte Nerven zu entlasten.
- Bewegungseinschränkungen und Funktionsstörungen der inneren Organe werden durch sanfte Mobilisation der die Organe einhüllenden und stützenden Bindegewebsstrukturen behandelt. Durch sanften Druck werden verkrampfte oder gestaute Organe direkt behandelt und so ihre innere Struktur (Turgor) harmonisiert.
Um die vitalen Funktionen der Organe zu stimulieren verwende ich sehr sanfte Entspannungstechniken die die vitalen Eigenbewegungen der Organe harmonisieren. - Alle Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Zentralen Nervensystem, sowie Erkrankungen oder Probleme im Kieferbereich, im Nasen-Rachen-Raum und der Augen und Ohren werden von mir hauptsächlich mit Methoden der Kraniellen Osteopathie behandelt.
Hierbei wird durch sanften Zug an einzelnen Schädelknochen verlorengegangene Elastizität in diesen Bereich wieder hergestellt. Diese Arbeit ist sehr ruhig und verläuft weitgehend ohne aktive Mithilfe des Patienten. Gegebenenfalls fordere ich ihn auf einzelne Techniken durch tiefen Atmen oder Luftanhalten zu unterstützen.
Zu beachten ist daß jede Einschränkung der Körperfunktion in einem speziellen Bereich direkte oder indirekte
Auswirkungen auf alle anderen Systeme innerhalb des Körpers hat. So behandele ich im Verlauf einer Osteopathischen Therapie meist alle Bereiche um einen möglichst ganzheitlichen Effekt zu erzielen. Ein besonderes Augenmerk gilt hierbei der Funktion des Autonomen Nervensystems welches seinen Ursprung an der Schädelbasis und Entlang der Wirbelsäule hat. In einzelnen Fällen verordne ich zur Unterstützung der Selbstheilungskräfte Kräutertees oder Tinkturen sowie potenzierte Heilmittel.
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