Häufige Ursachen von Entwicklungsproblemen

Kinder und Jugendliche mit den unterschiedlichsten Entwicklungsverzögerungen und Verhaltensauffälligkeiten sind vom Kindergarten bis in die Schulzeit und oft noch darüber hinaus eine große Herausforderung oder gar Belastung für die Menschen die mit ihnen zusammen leben, sie fördern und unterichten wollen. Oftmals werden solche jungen Menschen in unserem Schulsystem „ausgesiebt“ und ihre oft bemerkenswerter Fähigkeiten und Begabungen gehen ihnen und der Gesellschaft mehrheitlich verloren.

Bei der überwiegenden Anzahl solcher Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Verhaltensauffälligkeiten einschließlich Aufmerksamkeits Defizit (ADS) gab es eine komplizierte und traumatische Geburt. Offensichtlich kommt es in allen diesen Fällen zu unterschiedlichen Formen von Leistungseinschränkungen oder Fehlfunktinen des Nervensystems und oder Gehirns.


Wie kommt es also zu solchen Fehlfunktionen?

Zum Zeitpunkt der Geburt ist der kindliche Kopf so ausgebildet das er die temporäre Kompression während des Geburtsprozesses verkraften und sich sogleich wieder erweitern kann wenn das Baby sofort nach der Geburt schreit.

Auch am unterere Ende des Zentralnervensystems ist das Becken und Kreuzbein so gebildet, daß es die zusammendrückenden Kräfte der kontrahierenden Gebärmutter aufnehmen kann und dann durch körperliche Bewegungen nach Geburt wieder ausgleicht. Das Gehirn befindet sich gut geschützt innerhalb des Schädels, die Wirbelsäule schützt das Rückenmark, das den Kopf und das Becken verbindet.

Probleme bei der Geburt und den Wehen können diese Bereiche beinträchtigen und das Nervensystem folglich von innen stören und seine gesunde Entwicklung so behinderen.


Häufig zu beobachtende Störungen des gesunden Geburtsprozesses:

  • „Falsche Wehen“ vor der eigentlichen Geburt.
  • Frühzeitiger Verlußt des Fruchtwassers
  • Auslösung oder Beschleunigung der Wehen mittels Medikation
  • Lage des Babys in anderer Position als Gesicht unten
  • Sehr lange (>18 Stunden) oder sehr schnelle (< 3 Stunden) Geburt
  • Epiduralanaesthesie
  • Zangen oder Saugglockengeburt
  • Die Nabelschnur war um den Hals des Babys geschlungen
  • Starke Verlangsamung der Herztöne des Babys
  • Verlangsamung oder Stop im Geburtsprozess
  • Kaiserschnitt


Auch der Zustand des Neugeborenen kann Hinweise auf die Gesundheit seines nervalen Systems geben. Zeichen von möglichen Schwierigkeiten können u. a. sein:


  • Verzögerungen beim kräftigen und gesunden Saugen von mehr als 12 Stunden.
  • Erbrechen oder Spucken nach dem Stillen
  • Zurückbiegen oder werfen des Köpfchen, wenn das Kind auf dem Arm gehalten wird oder auf der Seite liegt
  • Asymetrische schlagende oder zuckende Bewegung der Arme oder der Beine
  • Nicht beruhigbares Schreien über lange Zeit.
  • Übermäßige Schreckhaftigkeit des Säuglings


Ein wichtiger Hinweis auf mögliche Probleme ist eine Veränderung der Reihenfolge oder fehlende Stadien in der Bewegungsentwicklung. Diese sollte folgenden Verlauf zeigen:

  • Rollen (seitlich), Robben (flach kriechend, symmetrisch), Krabbeln (auf Händen und Knien, im gekreuztem Muster), an Möbeln aufrecht, seitlich fortbewegen, Gehen mit ungefähr einem Jahr.

Jeder dieser Entwicklungsschritte geht mit einer spezifische Reifung des Nervensystems einher. Jede Veränderung läßt deshalb darauf schließen, daß Bereiche des Zentralnervensystems beeinträchtigt worden sind.


Möglicherweise wird das Saugen in einigen Tagen „erlernt“ oder das Erbrechen gibt sich nach ein oder zwei Monaten „von selbst“. Das Überstrecken des Rückens und die Extension des Nackens werden weniger auffällig durch die Weiterentwicklung zum Stehen und zum Gehen, äußern sich nun aber z.B. im "Zehen-Gang".


Kinder im schulpflichtigem Alter mit offenkundigen Problemen haben meist bereits eine Vielzahl medizinischer Interventionen hinter sich und sind durch Schulversagen, Leistungsdruck und problematisierung verunsichert und frustriert.

Sehr häufig liegen bei solchen Kindern Wahrnehmungsstörung zugrunde, die die Körperwahrnehmung (Gleichgewicht, Raumorientierung, Motorik etc. ), die Sicht- und Gehörfähigkeiten und die Verständnis, Merk und Konzentrationsfähigkeit behinderen. Diese Kinder bedürfen dringend der strukturellen Behandlung um die Muskulo-Skeletale Geschlossenheit ihres Körpers wieder zu erlangen. Eine kompetente, vollständige osteopathische Behandlung mit exakter und sanfter, Korrektur kann diesen Kindern sehr helfen.

Das allgemeine Wohlbefinden sowie die neurologischen Funktionen können hierdurch erheblich verbessert werden.


Ergänzungstherapien wie Neurophysiologisches Training wie INPP, Pflegerische Gymnastik, Visuelles- und Gehörwahrnehmungstraining sowie eine gut-ausgeglichene Ernährung mit vollwertigen, natürlichen Nahrungsmittel, schaffen wirkungsvolle Voraussetzung für eine weiter Entwicklung und Nachreifung des Kindes.


Die strukturellen Funktionsstörung, die aus Geburtstraumata resultieren, sollten so früh als möglich behandelt werden, damit die neurologische Entwicklung zufriedenstellend verlaufen kann. Indem man optimale anatomisch-physiologische Verhältnisse wieder herstellt, können Verhaltens- und Entwicklungsprobleme, abgewendet werden.


Einige häufige Probleme für welche sich Osteopathie für Kinder empfielt sind:


  • Stillprobleme, Erbrechen oder Spucken nach dem Stillen
  • Zurückbiegen oder werfen des Köpfchen, Schiefhals, KISS-Syndrom
  • Asymetrische Bewegung der Arme oder der Beine
  • Nicht beruhigbares Schreien über lange Zeit
  • Otitis-Media (Ohr-Infektionen)
  • Verdauungsprobleme, Reizdarm, Verstopfung, Übelkeit
  • Asthma,chronische Tonsillitis, Allergien,Infektanfälligkeit, Bronchitis, Sinusitis
  • Kopfweh, Erschöpfung, Ängste
  • Schädeltrauma, Gehirnerschütterung, Post Concussion Syndrome
  • Rückenschmerzen, Skoliose, Gliederschmerzen, Wachstumschmerzen
  • Kieferorthopädische Probleme, Malocclusion
  • Krampfleiden, Down Syndrome, Zerebrale Kinderlähmung
  • Lernschwierigkeiten,Verhaltensprobleme, Schulangst, ADD, ADHD
  • Traumatische Verletzung
  • Impfungen




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Osteopathie bei Kindern

Mutter und Kind

“Ein Arzt sollte sich damit beschäftigen, Gesundheit zu finden. Krankheit kann jeder finden.”

Andrew Taylor Stil D.O.

Unser Ziel

Ziel unserer Arbeit ist es, die Gesundung zu unterstützen indem wir das natürliche Zusammenspiel von Struktur und Funktion wieder herstellen.


Unser Angebot

Die Basis unseres therapeutischen Angebotes sind das Menschenbild der Anthroposophischen Medizin und das ganzheitliche Therapieverständnis der Osteopathie.


Die von uns angebotenen Methoden und Verfahren ergänzen einander und stellen bei vielen akuten und chronischen Leiden wirksame therapeutische Möglichkeiten dar:


Gemeinsam ist allen diesen Methoden daß sie die dem Körper innewohnenden Form- und Bilderäfte Anregen damit diese als “Heilungskräfte” wirksam werden können.


Unser Team

Jan H. Schaa - Heilpraktiker, reg.Osteopath V.O.D.

Jeremy Frost - Heilpraktiker, B.Sc.(Osteopathy)

Reinhild Noack - Physiotherapeutin, Osteopathie

Iwona Lorenz - Physiotherapeutin, Osteopathie


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